Schlosserlebnistag 2024

Hilfe, die Gespenster kommen

Ein Schloss ohne Schlossgespenst, eine Burg ohne Geister? Das geht gar nicht, gelten die historischen Orte doch als optimale Herbergen für diese übernatürlichen Wesen. Das dachten sich auch die Verantwortlichen des Vereins „Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg“, als sie sich das diesjährige Motto “Geister & Gespenster” für den Schlosserlebnistag überlegten.

Geisterhaftes in den Kasematten und im Verlies

Auf der Burg Hohenzollern, die als Prototyp eines Schlosses durchgehen könnte, in dem Geister und Gespenster ihr Unwesen treiben, kann man an diesem Tag unter Umständen einem kopflosen Herrn begegnen oder in den Kasematten im Schein der Taschenlampen gespenstische Überraschungen erleben. Auf der Bühne des Berliner Puppentheaters macht sich Otfried Preußlers „Kleines Gespenst“ breit, und natürlich erwartet die kleinen und großen Besuchergeister der Burg auch Kulinarisches.

Neben einer Kuratorenführung durch die Ausstellung „ZeitRäume“ und der öffentlichen Schlossführung gibt es im Neuen Schloss Kisslegg in Oberschwaben eine „Geisterstunde“ für Kinder. Dabei macht sich eine Geburtstagsgesellschaft auf die abenteuerliche Suche nach dem Schlossgespenst. Einen gruselig-spannenden Event-Nachmittag und Abend, bei dem das Schlossverlies neu eröffnet wird, kann man auf Schloss Weißenstein in Lauterstein erleben. Nachdem im Verlies die Schloss-Fledermaus Marty McFly zusammen mit dem guten Geist des Hauses, der „Weißen Frau“, die Gäste begrüßt hat, können diese auf eine geisterhafte multimediale Laser-Großproduktion im Gewölbekeller gespannt sein.

Gespenstisch schön und doch gruselig

Beim Tag der offenen Tür in Schloss Neuenbürg wird im Konzert mit Celtic Fairytales eine märchenhafte Reise in die Anderswelt geboten. Ganz im Norden Baden-Württembergs, an der Tauber, gibt es im Wertheimer Schlösschen im Hofgarten Spiel und Spaß für die ganze Familie rund um Geister und Gespenster. Im Residenzschloss Mergentheim geht es auf Geisterwegen durch das Schloss, und auch auf den Rundgängen durch die Playmobil-Sonderausstellung gibt es kleine Gespenster zu entdecken. Zudem werden Gespenstergeschichten angeboten, und wer möchte, kann sich eigene Geister basteln.

In Schloss Ettlingen wird unter anderem bei einem Kinder-Workshop in Erfahrung gebracht, ob Gespenster immer durchsichtig und furchterregend sind und ob sie nicht auch das Sonnenlicht sehen möchten. Unter dem Titel „Gespenstisch schön“ kann man oder vielleicht doch eher frau sich barocke Schönheitstipps holen.

In Schloss Brenz in Sontheim besteht die Möglichkeit, sich eine eigene Gespensterrassel zu basteln oder sich auf Gespenstersuche in dem alten Gemäuer zu machen. Letzteres ist bei einer gewandeten Kinderführung auch auf der Burg Katzenstein in Dischingen möglich. Im Schlossgarten der Stadt Donzdorf geht es weniger geisterhaft zu als handfest marktorientiert. Hier stehen bei „Schloss.Garten.Genuss – Der Markt für Besonderes“ Natur und Garten im Mittelpunkt.

Der Schlosserlebnistag hat sich längst in den zahlreichen Veranstaltungsreihen des Landes etabliert und ist alles andere als eine flüchtige Geistererscheinung. Die kleinen und großen, jungen und älteren Gäste dürfen sich auf einen Familiensonntag freuen, bei dem die Geister und Gespenster zusammenkommen, um für jede Menge Spaß und Unterhaltung zu sorgen.

www.sbg-bawue.de/schlosserlebnistag

Goldener Gartenherbst 2023

Vom 1. September bis 15. Oktober 2023 dreht sich alles um den herbstlichen Garten. Die Gartennetzwerke im Süden Deutschlands lancieren ihr zweites gemeinsames Gartenprojekt. Viele verschiedene Gartenveranstaltungen locken ins Freie und laden zu einer Gartenauszeit. Sei es bei der Langen Nacht der Bodenseegärten vom 1.-3. September, an der 13 Anlagen rund um den Bodensee ihre Gartentür öffnen oder zeitgleich zu den Fürstlichen Gartentagen auf Schloss Langenburg. Die Gartenträumen Stauferland laden mit bunten Märkten, Kunst und Kulinarik zu einem farbenfrohen Besuch ein. Beim Bayerischen Gartennetzwerk wird der Herbst ebenfalls vielfältig und farbig gefeiert. Parks und Gärten als echte Sehnsuchtsorte. Mal sind es grüne Refugien mit Weitblick über Seen und Berge, mal sind es von üppiger Parklandschaft umgebene Schlösser mit langjähriger Geschichte oder auch zauberhafte kleine Privat- und Bauerngärten.

Weitere Highlights beim Goldenen Gartenherbst vom 1.9.-15.10.2023 werden sein: das Gräfliche Schlossfest auf der Insel Mainau vom 29.9.-3.10., Sommerführungen zu Insekten-, Wasser- und Kristallwelten vom 1.-3.9. auf Schloss Weissenstein und Waldbaden auf Burg Gamburg vom 9.-10.9. Vom 1.-3.10. finden die Antiktage auf Schloss Dennenlohe statt: In antiken Gartenmöbeln und Dekorationsartikeln stöbern. Mehr zu den Veranstaltungen finden Sie auf unserer gemeinsamen Webseite: www.traumgaerten-im-sueden.eu – Goldener Gartenherbst.

„Ich schätze das unkomplizierte und anpackende Schaffen in diesem Netzwerk. Wir freuen uns, neu auch Teil davon zu sein“, ist sich Sabine Freifrau von Süsskind sicher. Seit Anfang 2023 kooperiert das Gartennetzwerk Bayern mit den andern drei Netzwerken: Dies sind die „Bodenseegärten“ mit 45 Parks und Gärten in vier Ländern, das „Hohenloher Gartenparadies“ mit über 30 Mitgliedern und die 2020 gegründeten „Gartenträume Stauferland“ mit ihren Gartenmitgliedern.

Kontakt
Verein Bodenseegärten, Schloss Arenenberg, 8268 Salenstein, Tel. +41 58 345 74 27, info@bodenseegaerten.eu, www.bodenseegaerten.eu
www.facebook.com/bodenseegaerten, www.instagram.com/bodenseegaerten

Geschäftsstelle Gartennetzwerk, Gartenträume Stauferland
c/o Touristik & Marketing GmbH, Marktplatz 37/1, 73525 Schwäbisch Gmünd, Tel. +49 172 71 29 296, stefanie.kutil@gartentraeume-stauferland.de, www.gartentraeume-stauferland.de

Hohenloher Gartenparadies, c/o Landwirtschaftsamt Hohenloherkreis, Schlossstras-se 3, 74635 Kupferzell, Tel. +49 7940 18 1940, gartennetz-werk@hohenlohekreis.de, www.hohenloher-gartenparadies.de

 

Bayerisches Gartennetzwerk, c/o Schlossverwaltung Dennenlohe, Dennenlohe 1, 91743 Unterschwaningen, Tel.+49 9836 96888, info@dennenlohe.de, www.gartennetzwerk-bayern.de, facebook/bayerisches gartennetz

Plakat Goldener Gartenherbst 2023

Feierliche Begrüßung bei den Staatlichen Schlössern

Der Schlösserverein bei der Einführung der neuen SSG-Doppelspitze

Am 22. Juni wurden in Kloster Maulbronn die neuen Vermittlungsangebote der Staatlichen Schlösser und Gärten (SSG) vorgestellt. Zugleich erfolgte die festliche Einführung der neuen Geschäftsführung, Patricia Alberth und Manuel Liehr. Mehrere Vorstandsmitglieder des Vereins Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg waren der Einladung seitens der SSG gefolgt.

Angenehme Kühle herrschte innerhalb der Mauern des UNESCO-Welterbes Kloster Maulbronn, während draußen die Luft brodelte. Obwohl vor massiven Gewittern gewarnt worden war, waren zahlreiche Gäste der Einladung der Staatlichen Schlösser und Gärten gefolgt, um gemeinsam die feierliche Einführung von deren neuer Doppelspitze, Patricia Alberth und Manuel Liehr, zu begehen. Unter den Anwesenden befanden sich mit der 1. Vorsitzenden Jacqueline Maltzahn-Redling, dem Schriftführer Oliver Kage und seiner Frau Ninja-Nadine sowie den Beisitzern Dr. Anja Hoppe, zugleich 2. Vorsitzende des deutschen Schlösservereins, und Dr. Moritz Lange, der die SSG vertritt, mehrere Vorstandsmitglieder des baden-württembergischen Schlösservereins.

Gisela Splett, Staatssekretärin des Ministeriums für Finanzen, hielt die Festrede. Es herrschte allerbeste Stimmung, die Reden waren schwungvoll. Wie immer bei solchen Anlässen nahmen die Gespräche zwischen und nach den einzelnen Programmpunkten einen großen und wichtigen Raum ein. Das Knüpfen von neuen Kontakten, das Intensivieren bestehender Bekanntschaften sowie der Erfahrungs- und Informationsaustausch machten auch diesen Abend zu einem fruchtbaren Ereignis. Jacqueline Maltzahn-Redling äußerte sich am Ende äußerst zufrieden: „Wir alle haben den Auftrag, bestehende Werte wie die Monumente, die wir vertreten, zu erhalten und sie beständig den jeweiligen Gegebenheiten anzupassen. Die feierliche Einführung von Frau Alberth und Herrn Liehr, die mit den Staatlichen Schlössern eines unserer wichtigsten Vereinsmitglieder vertreten, brachte viele Gespräche mit sich, die dem Netzwerk dienen und unseren Verein weiter voranbringen. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Frau Alberth und Herrn Liehr und wünschen Ihnen für ihre Zukunft bei der SSG alles Gute.“

Schlosserlebnistag 2023

Achtung Feuer – Wasser marsch!

Am 18. Juni 2023 feiern Schlösser, Burgen und Klöster wieder einen bunten Familientag

Längst hat sich der Schlosserlebnistag seinen Platz in den Veranstaltungskalendern der baden-württembergischen Burgen, Schlösser, Klöster und historischen Gärten erobert. Am 18. Juni 2023 ist es wieder soweit: Unter dem Motto „Feuer & Wasser“ laden die Sehenswürdigkeiten zu einem vielfältigen Programm ein.

Ob in Küchen, Waschhäusern oder im Park – Feuer und Wasser waren in herrschaftlichen Gemäuern nicht wegzudenken. So gab es in Klöstern ausgeklügelte Wassersysteme für die Fischzucht oder in Schlossgärten beachtliche Speicher für Wasserspiele. Oft löste ein Feuer Katastrophen aus, und nicht immer stand Löschwasser zur Verfügung. Den vielen spannenden Geschichten kann man beim Schlosserlebnistag gefahrlos nachforschen.

Vom Wassermanagement der Mönche zum Firetrainer

Vielerorts ist die örtliche Feuerwehr am Start, um über ihre Arbeit zu informieren, vor allem aber um für mächtig Spaß zu sorgen. So kann man auf der Grabkapelle auf dem Württemberg Löschfahrzeuge eingehend bewundern und sich als Firetrainer versuchen. Auch der Burg Hohenzollern gibt es unter anderem Feuerwehrspiele, eine Wasser-Olympiade, Führungen zum Wasserturm, und es dürfen Wasser- und Feuerkronen kreiert werden; auch Musik fehlt hier nicht. Auf Schloss Solitude erfährt man jede Menge über den Brandschutz, kann basteIn und Rätsel raten. Wie der Brandschutz vor 300 Jahren ausgesehen hat, wird in Schloss und Kloster Salem demonstriert. Zudem kann man hier die alte Feuerwache besichtigen und die historische Feuerspritze testen. Auf Schloss Neuenbürg werden bei einer Führung Brandspuren aufgespürt und die Filme „Rheingold – Gesichter eines Flusses“ von Ben Becker (2014) und „Wasserkrieg“ von Icíar Bollán (2011) gezeigt.
Ums Wasser geht es auch in Sigmaringen, wo es im Schloss leidvolle Branderfahrungen gibt. Da man zu jeder Brandbekämpfung Wasser braucht, schauen sich die Teilnehmer die diversen Möglichkeiten bei einer Brunnenführung durch den Ort genauer an. Im Park von Schloss Schwetzingen existieren zwei Wasserwerke, was es mit ihnen auf sich hat, erfahren die Besucher bei einer Sonderführung. Die Mönche waren bekannt für ihren ebenso intensiven wie innovativen Umgang mit Wasser. So wird in Kloster Lorch den Fragen nachgegangen, wie die Mönche mit dem Wasser umgingen und woher sie zum Beispiel das Wasser zum Waschen erhielten. Zudem werden die ständige Brandgefahr und Brandschäden thematisiert. In Kloster Ochsenhausen wird das Wassersystem der Mönche und ihre Ingenieurbaukunst näher in den Blick genommen.

Feuer und Flamme

In Schloss Weikersheim gibt es gleich einen ganzen „Blaulichttag“, bei dem Freiwillige Feuerwehr, Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Deutsches Rote Kreuz, die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk sowie die Polizei vor Ort ein buntes Programm mitgestalten. Im Neuen Schloss Meersburg wird das Thema „Feuer & Wasser“ ganz neu interpretiert, wenn es neben Kinderschminken feurige Speisen und Desserts gibt. In Schloss Weißenstein auf der Ostalb beschränken sich die Betreiber nicht auf einen Tag, sondern feiern ein ganzes Schlosserlebnis-Wochenende, bei dem am Samstagabend an der Moonshinebar empfangen und anschließend an die Mauern des Gewölbekellers ein „Optisches Konzert – Sound Trek” gespielt wird. Am nächsten Tag kann man sich bei Kaffee und Kuchen im bezaubernden Schlosshof und auf der Terrasse erholen. Im Park des Wertheimer Schlösschens im Hofgarten laden Jazzmusik zum Zuhören und die Station „Naturkünstler“ zum aktiven Gestalten einer Bildergalerie mit Naturmaterialien ein. Im Gartensaal kann man sich verkleiden, unter fachlicher Anleitung Kreatives zum Thema Wasser basteln oder an der Kurzführung „Feuer und Flamme“ teilnehmen.

Jacqueline Maltzahn-Redling, 1. Vorsitzende des Schlösser-Vereins, freut sich, dass nach den coronabedingten Einschränkungen der letzten Jahre, nun endlich wieder der Schlosserlebnistag an vielen Orten Baden-Württembergs stattfinden kann: „Nachdem zwei Jahre Pause waren war und 2022 noch recht verhalten gefeiert wurde, haben sich unsere Mitglieder in diesem Jahr wieder ein ganzes Bündel an Veranstaltungen einfallen lassen. Wir sind geradezu Feuer und Flamme, dass der Schlosserlebnistag zu neuem Leben erweckt wird, zumal wir davon ausgehen können, dass er nicht wetterbedingt ins Wasser fällt.“

Zum Download: Pressemeldung Schlosserlebnistag 2023

www.sbg-bawue.de/schlosserlebnistag

“Fragen an die Zukunft” – Jahrestagung 2022

Wie können zukunftsfähige Strategien sowie Maßnahmen im Sinne des Denkmalschutzgesetzes den Verantwortlichen helfen, unser kulturelles Erbe für nachkommende Generationen zu erhalten und dieses nachhaltig und attraktiv zu beleben? Diesen Fragen stellt sich der Verein Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg bei der diesjährigen Jahrestagung am 10. November in Kloster Lorch. Die Fachtagung bietet die Gelegenheit, Informationen und Inspirationen zu sammeln und mit den Referierenden und anderen Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen.

Programm Jahrestagung SBG in Kloster Lorch in 2022

Abschied in den Ruhestand – Michael Hörrmann

Eine Ära geht zu Ende: Michael Hörrmann, umtriebiger Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, geht in den Ruhestand. Man mag es kaum glauben! Im Residenzschloss Ludwigsburg, einem der größten im Original erhaltenen barocken Bauwerke Europas, fand am 10. Oktober seine Verabschiedung statt. Den Ruhestand, der in seinem Fall eher ein Unruhestand werden dürfte, tritt er am 31. Dezember an.

Schloss Ludwigsburg bot einen wunder- und würdevollen Rahmen für eine ausgesprochen gelungene Veranstaltung mit herzerwärmenden Reden. Nach der Festrede von Finanzminister Danyal Bayaz und der den Redereigen abschließenden Danksagung von Michael Hörrmann gab es ein illustres Get-together mit Persönlichkeiten unter anderem aus Politik, Wirtschaft und der deutschen Schlösserlandschaft. Auch der gesamte Vorstand des Vereins Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg e.V war anwesend. 2011 hat Michael Hörrmann die Interessensvertretung aus staatlichen, privaten und kommunalen Betreibern von Schlössern, Burgen und Gärten mitinitiiert. Bis 2018 hat er ihn als 1. Vorsitzender geleitet, dann übergab er das Zepter Philipp Fürst zu Hohenlohe-Langenburg, der es wiederum 2020 an Jacqueline Maltzahn-Redling, Museumsleiterin in Schloss Neuenbürg, weiterreichte.

In den wenigen Jahren hat sich der Verein zum größten Interessensverband seiner Art in Baden-Württemberg entwickelt. Engagiert setzt er sich für die Belange seiner Mitglieder ein. Schlösser, Burgen, Klöster und historische Gärten schaffen Identität, sie sind lebendige Erinnerungsstätten, die uns die Zukunft weisen. Der Auftrag des Vereins ist klar: Erhalten und beleben! Dies war unter anderem Gegenstand der konstruktiven Gespräche, die Jacqueline Maltzahn-Redling am Abschiedsabend mit Friedlinde Gurr-Hirsch, bis 2021 Politische Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum, und Philipp Fürst zu Hohenlohe-Langenburg, Chef des Hauses Hohenlohe und Vorstandsmitglied beim baden-württembergischen und deutschen Schlösser-Verein, führte und auch in Zukunft führen wird.
Der Verein und sein Vorstand wünschen seinem Ehrenvorsitzenden Michael Hörrmann einen schönen Ruhestand mit zahlreichen privaten Besuchen bei Schlössern, Burgen, Klöstern und historischen Gärten in Baden-Württemberg und weit darüber hinaus.

Anhörung für eine zukunftsfähige Denkmalpolitik

Am 26. September  waren für unseren Verein der 2. Vorsitzende, Goswin von Mallinckrodt (Burg & Burgpark Gamburg), sowie unsere Vorstandsmitglieder, Familie Kage (Schloss Weißenstein), zusammen mit anderen relevanten Interessensverbänden von den Regierungsfraktionen in den Planarsaal des Baden-Württembergischen Landtags zur „Anhörung für eine zukunftsfähige Denkmalpolitik“ eingeladen. Mit Statements zu den Themen Kulturerbe-Erhalt, denkmalfachliche Praxis, Energierwende und Förderungen ergab sich ein spannender Austausch, in dem unsere Vorstandsmitglieder die Interessen der Denkmaleigentümer meinungsstark vertreten haben!

Fürstliche Gartentage und Goldener Herbst

Vom 2. bis 4. September fanden auf Schloss Langenburg in Hohenlohe die 17. Fürstlichen Gartentage statt. Bei heißem Sommerwetter besuchten 20.300 Besucher die beliebte Veranstaltung, die aufgrund der Corona-Pandemie zwei Jahre lang hatte ausfallen müssen.

Am Eröffnungstag versammelten sich zudem die Mitglieder des Gartennetzwerkes “Hohenloher Gartenparadies” zu ihrem alljährlichen Treffen. Dabei wurde der “Garten des Jahres” geehrt, eine begehrte Auszeichnung, die der Gastgeber und Mitinitiator des Gartennetzes, Philipp Fürst zu Hohenlohe-Langenburg, in diesem Jahr Schloss Dennenlohe überreichen durfte. Zwar liegt der Dennenloher Garten knapp über der Grenze in Bayern, aber Landesgrenzen sollen in dem Netzwerk ganz bewusst keine Rolle spielen.

Das Vorbild für eine geradezu genzenlose Zusammenarbeit sind die internationalen “Bodenseegärten”, ein Zusammenschluss von herausragenden Gartenanlagen in den Ländern Deutschland (Bayern und Baden-Württemberg), Schweiz, Liechtenstein und Österreich. Dominik Gügel, Geschäftsführer des Trägervereins der Bodenseegärten, berichtete als Gastredner von diesem Erfolgsmodell.

“Hohenloher Gartenparadies”, “Bodenseegärten” und das jüngste Netzwerk, die “Gartenträume Stauferland”, haben inzwischen zu einer fruchtbaren Kooperation zusammengefunden, den “Traumgärten im Süden”. Mit den Fürstlichen Gartentagen in Langenburg eröffneten sie ihre erste große gemeinsame Aktion, den “Goldenen Gartenherbst”. Bis zum 16. Oktober können die Gäste zahlreiche verschiedene Veranstaltungen rund um das Thema Garten bei den Mitgliedern der drei Gartennetzwerke besuchen.

Heilbronner Stimme Gartentage 2022

Heilbronner Stimme Gartennetzwerk 2022

Der Goldene Gartenherbst steht vor der Tür

Vom 2. September bis 16. Oktober 2022 dreht sich alles um den herbstlichen Garten. Die Gartennetzwerke im Süden Deutschlands lancieren ihr erstes gemeinsames Gartenprojekt. Viele verschiedene Gartenveranstaltungen locken ins Freie und laden zu einer Gartenauszeit.

Sei es bei der Langen Nacht der Bodenseegärten vom 2.-4. September, an der Anlagen rund um den Bodensee ihre Gartentür öffnen oder zeitgleich zu den Fürstlichen Gartentagen auf Schloss Langenburg. Die Gartenträumen Stauferland laden mit bunten Märkten, Kunst und Kulinarik zu einem farbenfrohen Besuch ein. Parks und Gärten als echte Sehnsuchtsorte. Mal sind es grüne Refugien mit Weitblick über Seen und Berge, mal sind es von üppiger Parklandschaft umgebene Schlösser mit langjähriger Geschichte oder auch zauberhafte kleine Privat- und Bauerngärten.

Weitere Highlights beim Goldenen Gartenherbst vom 2.9.-16.10.2022 werden sein: das Gräfliche Schlossfest auf der Insel Mainau vom 29.09.-02.10.2022, Waldbaden auf Burg Gamburg vom 10.09. sowie Waldcharity auf Schloss Weissenstein am 11.09. Mehr zu den Veranstaltungen finden Sie auf unserer neuen Webseite: www.traumgaerten-im-sueden.eu – Goldener Gartenherbst.

„Unsere Zusammenarbeit ist effizient, unkompliziert und gewinnbringend. Wir werden dies weiterführen und auch zukünftig voneinander profitieren“, ist sich Stefanie Kutil von den Gartenträumen Stauferland sicher. Seit Anfang 2021 kooperieren die drei Gartennetzwerke von Baden-Württemberg. Dies sind das internationale Netzwerk der „Bodenseegärten“ mit 45 Parks und Gärten in vier Ländern, das „Hohenloher Gartenparadies“ mit über 20 Mitgliedern und die erst 2020 gegründeten „Gartenträume Stauferland“ mit ihren Gartenmitgliedern.

Traumgärten im Süden, Pressemeldung Goldener Herbst

Weitere Informationen zu den beteiligten Gartennetzwerken.

Strings of Spring

Konzert-Tournee von Alexandra Whittingham in historischen Sehenswürdigkeiten

Sie war lange geplant, im Juni fand sie endlich statt – die „Strings of Spring“-Tournee der klassischen Gitarristin Alexandra Whittingham mit Konzerten auf der Gamburg, im Schloss Neuenbürg und in der Villa Domnick. Der große Erfolg ist auch ein Resultat des Engagements und der Kooperation unserer Mitglieder sowie Beweis für die Synergien, die der Zusammenschluss so vieler ausgezeichneter historischer Stätten bietet.

Im März 2019 entdeckte Goswin von Mallinckrodt von der Gamburg ein Musikvideo der englischen Gitarristin Alexandra Whittingham und war sofort begeistert: „Das Gitarrenspiel der jungen Künstlerin war auf höchstem Niveau, das Video sehr professionell gemacht und vor allem hatte es bereits knapp 1 Million Aufrufe auf YouTube.“ Sein Gespür sollte ihn nicht trügen, Wittingham gehört inzwischen zu den großen europäischen Talenten. Nach einem siebenjährigen Studium von klassischer Gitarre, Klavier, Jazzgitarre und Komposition an der weltberühmten „Chetham’s School of Music“ hat sie ein Stipendium für die „Royal Academy of Music“ in London erhalten und schloss ihr Studium mit dem „Diploma of the Royal Academy of Music“ und dem „Regency Award“ ab. Ihr Debütalbum „My European Journey“, das sich mit dem Aufkommen der Gitarre im Europa des 19. Jahrhunderts beschäftigt, erreichte Platz 1 der „iTunes Classical Charts“ sowie – allein durch Vorbestellungen – der „Presto Charts“. Inzwischen haben einige der Musikvideos der Künstlerin über 15 Millionen Aufrufe erhalten und der Kanal wurde mehr als 200.000-mal abonniert. Durch ihre erfolgreiche Online-Präsenz erhielt sie Auftrittsangebote quer durch Europa.

Was lange währt …

Da die Anreise aus dem Ausland nur über eine Tournee zu finanzieren war, suchte Goswin von Mallinckrodt nach Mitstreitern. Als 2. Vorsitzender des Vereins Schlösser Burgen Gärten Baden-Württemberg fiel es ihm nicht schwer, weitere Vereinsmitglieder für das Vorhaben zu gewinnen. Der Kontakt zu Alexandra Wittingham war hergestellt und die komplette Organisation für das nächste Jahr stand – als Corona kam. Zweimal, 2020 und 2021, musste das Konzert verschoben werden, einmal wegen der allgemeinen Corona-Regeln und einmal wegen der deutschen Reisebestimmungen gegenüber Großbritannien. Schließlich war es aber doch soweit, am 3. Juni 2022 trat Wittingham in Schloss Neuenbürg auf, am 4. Juni auf der Gamburg und noch einen Tag später in der Villa Domnick in Nürtingen. Die Resonanz war schon im Vorfeld fantastisch, denn das Publikum aus den Sozialen Medien war glücklich, die Gitarristin vor Ort erleben zu dürfen. Es wurde nicht enttäuscht.

Vera Romeu, Sammlungsleiterin der Villa Domnick, hätte gut und gern doppelt so viele Karten verkaufen können. Am liebsten würde sie die Künstlerin gleich wieder engagieren: „Von ihrem Spiel geht tatsächlich ein Zauber aus. Sie gestaltet den Klang so transparent, so perlend, dass das Zuhören in der schönen Akustik des Salons der Sammlung Domnick ein hoch musikalisches Erlebnis war. Phrasierung und Artikulation sind bei ihr von großer Perfektion. Die Lebendigkeit und Farbigkeit ihres Spiels sind äußerst beeindruckend. Sie interpretiert die Stücke neu und hoch emotional. Jedes Stück wird unter ihren Fingern zu einem Kunstwerk. Alexandra ist eine große Musikerin unserer Zeit. Ihr zuzuhören ist ein atemberaubender Genuss.“

Weiter so

Nach dem großen Erfolg dieses Konzerts ist für Jacqueline Maltzahn-Redling, Leiterin von Schloss Neuenbürg und 1. Vorsitzende des baden-württembergischen Schlösservereins, klar: „Die Konzert-Tournee hat gezeigt, dass wir innerhalb des Vereins öfter solche Initiativen ins Leben rufen sollten. Wir können zusammen Veranstaltungen auf die Beine stellen, die sich ein Schloss, eine Burg oder ein Besucherkloster allein nicht leisten können. Den Künstlerinnen und Künstlern wird ebenso wie den Zuschauern über das Konzerterlebnis hinaus ein unverwechselbares Ambiente geboten. Es ist für alle Seiten ein Gewinn.“

Alexandra Whittingham

Alexandra Whittingham, (c) Foto: Tom Gradwell